Die Kanaren
Die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln liegen westlich von Marokko im Atlantik.
Ihre sieben Hauptinseln – Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La
Gomera und El Hierro - bieten abwechslungsreiche Natureindrücke. Das ganzjährig
angenehme Klima verspricht dem Badeurlauber einen ebenso ansprechenden Aufenthalt wie
dem Aktivurlauber.
Land und Leute
Inseln des ewigen Frühlings
Diesen Beinamen tragen die Kanaren auf Grund ihres ganzjährig vorherrschenden
mediterranen Klimas. Das Klima unterscheidet sich jedoch von Insel zu Insel und auch
innerhalb der einzelnen Inseln kommen topografisch bedingt verschiedene Klimazonen vor.
So gehören zu den Kanaren sehr karge und trockene Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura,
aber auch vegetationsreiche Inseln wie beispielsweise La Gomera und La Palma, die zum Teil
mit dichten Wäldern bewachsen sind.
Landschaft
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, ihre Landschaften sind deutlich von
früheren Eruptionen geprägt. Alle Inseln sind recht bergig und die meisten Küstenregionen
sehr zerklüftet. Viele Inseln verfügen nur über wenige Strände, oft mit schwarzem Sand.
Fuerteventura ist aber beispielsweise ein von weitläufigen Sandstränden umgebenes
Badeparadies.
Während das auch als Wüsteninsel bekannte Fuerteventura wie auch Lanzarote nur spärliches
Wachstum aufweist, sind die Inseln La Palma, La Gomera und Teneriffa von teils üppigem
Grün geprägt. Hier findet man zum Teil regenwaldähnliche Lorbeerwälder vor. Diese
Nebelwälder mit ihren bizarr geformten und oft von Flechten und Moosen bewachsenen
Bäumen muten wie verwunschene Märchenwälder an.
Auf den meisten Kanareninseln gibt es bedingt durch Witterungsbedingungen und
Höhenunterschiede mehrere Klimazonen, die zu einer beeindruckenden Pflanzenvielfalt
führen. Zahlreiche endemische Arten sind hier zu finden. In der Tierwelt sind Reptilien- und
Vogelarten vorherrschend.
Vor den Küsten eröffnet sich Tauchern eine beieindruckende Unterwasserwelt mit einer
artenreichen Meeresfauna.
Die Canarios
Der größte Bevölkerungsteil der Kanaren ist spanischer Herkunft. Viele Einwohner können
aber auch noch auf Vorfahren aus den Reihen der meist als Guanchen bezeichneten
Ureinwohner zurückblicken. Zahlreiche Einwanderer, hauptsächlich vom amerikanischen
Kontinent, aus Afrika und Europa, haben aber dafür gesorgt, dass auf den Inseln mittlerweile
ein buntes Völkergemisch anzutreffen ist. Vorherrschend ist jedoch unverkennbar der
spanische Einfluss.
Die überwiegende Mehrzahl der Einwohner ist freundlich und für ihre Gastlichkeit bekannt.
Sprache
Offizielle Landessprache der Kanaren ist spanisch. Gesprochen wird Kanarisches Spanisch,
der örtliche Dialekt. Vor allem in den touristischen Zentren der Inseln ist aber die
Verständigung in Deutsch und Englisch meistens kein Problem. Die Restaurants der
Touristenmeilen bieten üblicherweise auch mehrsprachige Speisekarten an.
In ländlichen Gebieten sind rudimentäre Spanischkenntnisse aber sicher von Vorteil.
Sehenswertes
Natur
Zu den Sehenswürdigkeiten der Inseln gehören vor allem die unterschiedlichsten grandiosen
Landschaften. Wer auf La Palma, Teneriffa oder La Gomera Urlaub macht, sollte sich die
dortigen Lorbeerwälder nicht entgehen lassen.
Wer die eigene Schönheit von bizarren, Mondlandschaften ähnelnden Lavafeldern und das
Farbenspiel der Sonne auf kaum bewachsenen Vulkanen erleben möchte, sollte den Montañas
del Fuego, den Feuerbergen im Timanfaya-Nationalpark auf Lanzarote, einen Besuch
abstatten. Hier sind die Folgen der verheerenden Vulkanausbrüche des 18. Jahrhunderts noch
heute zu bestaunen.
Sehenswert und ein Paradies für Wanderer ist auf La Palma die Caldera de Taburiente, der
weltweit größte Senkkrater, der auf Grund seiner Einzigartigkeit schon 1954 zum
Nationalpark wurde.
Jede Kanareninsel bietet eigene sehenswerte Naturschönheiten, die zu einem Besuch einladen.
Bauwerke
Die Geschichte der Kanaren ist wechselhaft, wovon einige ältere Bauwerke, vor allem
kleinere Castillos, zeugen. Das Castillo de Santa Barbara bei Teguise auf Lanzarote
beherbergt eine Ausstellung zum Thema Emigration. Es liegt direkt auf dem Rande eines
kleinen Kraters, der zu Fuß umrundet werden kann.
Zu den interessantesten Bauwerken der Inseln gehören sicherlich die des Lanzaroteñer
Inselkünstlers César Manrique. So sollte man auf Lanzarote unbedingt dem Mirador del Río,
einem Aussichtspunkt hoch auf einem Kliff, den Jameos del Agua, einem in Lavahöhlen
gestalteten Veranstaltungsort, und Manriques ehemaligem Wohnhaus einen Besuch abstatten,
das heute eine Kunststiftung beherbergt und das zum Teil im Inneren von Lavablasen erbaut
wurde. Auch auf La Gomera und El Hierro hat der Künstler mit dem Mirador del Palmerejeo
und dem La Peña sehenswerte Aussichtspunkte errichtet. Die berühmten
Meerwasserschwimmbäder in Puerto de la Cruz auf Teneriffa wurden ebenfalls von Manrique
gestaltet.
Essen, Ausgehen, Freizeit
Kulinarisches
Die Touristengebiete der Kanaren bieten kulinarisch alles, was das Herz begehrt. Vor allem in
den kleinen Fischerorten, die an den Küsten der meisten Kanareninseln verstreut liegen, findet
man zahlreiche gute Fischrestaurants. Fisch und Meeresfrüchte landen auf den Inseln
meistens fangfrisch auf dem Teller.
Ausgehen
Wer gerne die Nacht zum Tage macht, findet in den touristischen Zentren ausgiebig
Gelegenheit dazu. Hier säumen Kneipen, Discos und Bars die strandnahen Straßen. In den
Dörfern geht es meist ruhiger zu. Dort kann man den Abend angenehm bei einem Rotwein in
der Taverne ausklingen lassen.
Freizeitgestaltung
Die Kanaren bieten Badefreunden und Wassersportlern alle Möglichkeiten, ausgiebig ihrem
Hobby zu frönen, sei es nun Baden, Tauchen oder Surfen. Naturverbundene zieht es meist in
die abgelegeneren Regionen. Hier kann man beim Wandern die Einzigartigkeit der Natur
genießen. Auch Mountainbikern bieten die Kanaren interessante und anspruchsvolle Reviere.
Für Yoga-Freunde ist insbesondere La Gomera ein beliebter Anlaufpunkt.
Besonderheiten
Die Kanaren sind zollfreies Gebiet. Der Erwerb von Alkohol, Tabakwaren, Parfüms und
Elektrogeräten ist hier besonders günstig. Bei Elektrogeräten ist jedoch Vorsicht geboten, da
zahlreiche Fälschungen angeboten werden, die jedoch meist schon durch ihre unglaubwürdig
niedrigen Preise auffallen.
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